Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise führten die massiven Staatsschulden zu weiter ausufernden Staatsschulden. Staatspleiten in der EU, Rezession und Pleite in den USA, instabile chinesische Konjunktur, Währungskrise sind nur einige Stichwörter, die uns beinahe tagtäglich in den Nachrichten begegnen. Folglich fürchten viele Anleger und Sparer um ihr Vermögen und ihre Altersvorsorge (Inflationsangst). Denn je nach Expertenmeinung drohe eine enorme Geldentwertung (Inflation), da die Staaten dadurch ihre Schulden (leichter) tilgen können. Der Staat druckt einfach sein Geld und bringt dieses zusätzliche Geld in den Wirtschaftskreislauf. Die Folge: die Kaufkraft des Geldes schwindet, Inflation. Inflationssichere oder inflationsgeschützte Anlagen sind daher nach dieser Ansicht absolute Pflicht.
Bislang blieb die gefürchtete Inflation zumindest in der Höhe nach aus. Auch sehen zunehmend mehr Experten keine große Inflationsgefahr, manche rechnen sogar mit einer Deflation. Dann würde die Kaufkraft des Geldes sogar steigen und die Anlagestrategie sähe anders aus.
Denn die Staaten mussten bislang nicht im befürchteten Maß neues Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen, die Geldmenge (M3) stagniere, der wirtschaftliche Aufschwung kühle ab, wodurch die eigentlichen Inflationstreiber wie Steuern und Energiepreise moderater werden. Dadurch trete das Inflationsszenario nicht ein. Auch bremst sich die Konjunktur in China wieder ein, so dass sich die Dynamik des Wachstums abschwäche. Die desolate Finanzsituation mancher Staaten wie Griechenland oder USA rüttelt jedoch an deren Fundament.
Inflation bedeutet Geldentwertung. Die Kaufkraft des Geldwertes sinkt. Da der Geldwert (Zahlwert auf Münzen und Scheinen) gleich bleibt, steigt das Preisniveau, Produkte werden teurer.
Deflation ist praktisch die Gegenseite der Inflation. Das Preisniveau sinkt, die Produkte werden also billiger, wodurch die Kaufkraft des Geldes steigt.
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