TrumpFlation ist eine Wortzusammensetzung aus „Trump“ und „Inflation“ und beschreibt eine inflationäre Entwicklung, die direkt auf die protektionistischen und fiskalpolitischen Maßnahmen der US‐Regierung unter Donald Trump zurückgeführt wird.
TrumpCession („Inflation“ + „Rezession“) geht einen Schritt weiter und bezeichnet eine potenzielle Rezession, die aus diesen Maßnahmen resultieren könnte.

Zölle, Zölle, Zölle
Seit dem Kalten Krieg wurde der Slogan „America First“ nicht mehr so deutlich und offensiv verwendet wie unter der Präsidentschaft von Donald Trump. Gemeint ist damit, dass vor allem die amerikanische Wirtschaft wieder gestärkt werden soll.
Um das zu erreichen, verwendete Trump ein Mittel, das seit seiner 2. Präsidentschaft die Wirtschaftswelt dominiert: Zölle. Sein Prinzip dahinter ist einfach: Müssen US-Unternehmen und Konsumenten auf importierte Waren zusätzliche Abgaben zahlen, die für inländische Produkte nicht anfallen, verschaffen sich amerikanische Hersteller einen Wettbewerbsvorteil. Dieser Schutzmechanismus soll die heimische Produktion ankurbeln und die Wirtschaft zu alter Stärke führen.
Diese Maßnahmen sind dem Protektionismus zuzuordnen und widerspricht den Prinzipien eines freien und effektiven Weltmarktes. Denn durch Zölle werden nicht nur Handelspartner der USA geschwächt, sondern auch US-Bürger werden benachteiligt.
Denn obwohl ausländische Unternehmen die Zölle zahlen müssen, werden diese indirekt durch eine Erhöhung des Preises an US-Konsumenten zumindest teilweise abgedrückt.
Also im Klartext: Zölle auf deutsche Autos müssen von den deutschen Herstellern bezahlt werden. Um diesen Verlust auszugleichen, erhöhen diese dann den Preis, was letztendlich auch die Endkonsumenten in den Vereinigten Staaten betrifft.
Da unter Trump Zölle auf verschiedenste Güter erhoben wurden, haben sich insgesamt die Preise erhöht und somit die Kaufkraft der US-Verbraucher verringert.
Maximale Forderungen für temporäre Deals
Für eine stabile Wirtschaft ist politische Unsicherheit Gift. Da Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit scheinbar wahllos Zölle ankündigte, verschob oder abänderte, konnten Unternehmen weder Beschaffung noch Investitionen verlässlich planen.
Unklare Regulierungsankündigungen führen dazu, dass Firmen Projekte aufschieben oder hohe Sicherheitspuffer in ihre Preise einrechnen. Dieses defensive Vorgehen verknappt das Angebot, erhöht Finanzierungskosten und kann sowohl inflationsfördernd wirken als auch durch Investitionszurückhaltung zu Produktions- und Stellenabbau führen – erste Anzeichen einer Trump-verursachten Rezession.
Einfluss auf Weltmarkt und Deutschland
Durch höhere US-Zölle verteuern sich global Produktionskosten und Logistik. Um langfristig Kosten zu sparen, verlagern Unternehmen Teile ihrer Lieferketten in die USA, was Zeit und Geld kostet.
Handelspartner reagieren mit Gegenzöllen und schränken damit den freien Austausch weiter ein. Das zeigt sich besonders im Schlagabtausch zwischen den USA und China, wo zwischenzeitlich Zölle von über 100 % gegenseitig angedroht wurden.
Für Deutschland als Exportnation bedeutet Trumps Politik vor allem eine potenziell sinkende Nachfrage aus den USA und höhere Importkosten für Vorleistungen. Deutsche Hersteller müssten in dem Fall ihre Preise anpassen oder Margen opfern. Besonders die deutsche Autoindustrie, die bereits in den letzten Jahren schwächelte, würde davon weiter geschwächt werden.
