Geldentwertung bezieht sich die Kaufkraft des Geldes. Die Kaufkraft ist ein Maßstabd für den Wert des Geldes. Bei der Geldentwertung sinkt folglich die Kaufkraft und damit der Wert des Geldes. Mit der gleichen Geldmenge kann man folglich weniger Waren oder Dienstleistungen kaufen.
Ein einfaches Beispiel macht das Ausmaß der Geldentwertung deutlich: von 1.000 Euro bleiben bei einer Inflationsrate von 4% nach 10 Jahren nur mehr 675 Euro. 325 Euro und damit ein Drittel des Geldes ist praktisch verloren. So wird Geldentwertung verständlich, wenngleich in der Praxis der Übergang überwiegend fließend bzw. schleichend vor sich geht. Jetzt lag die Inflationsrate in Deutschland die letzten Jahrezehnte meist um 2% und darunter. In Großbritanien rechnet man derzeit mit 3,7%, in China bei 5% und in Indien bei etwa 8%.
Um eine Aussage darüber treffen zu können, wie sich beispielsweise die Geldentwertung des Euro in Deutschland entwickelt, muss man diese erst einmal messen und vergleichen.
Die erfolgt in aller Regel mit einem Warenkorbsystem. Dadurch sollen saisonale Preisschwankungen und möglichst alle weiteren Veränderungen ausgeglichen werden.
Die relative Veränderung der Preisentwicklung anhand dieses Warenkorbsystems wird dann gemessen. Steigt die Kaufkraft spricht man von Deflation, sinkt die Kaufkraft spricht man von Geldentwertung oder Inflation.
Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Sommer 2010 fürchten die Deutschen eine Geldentwertung. 68% haben “große Angst” vor einer Geldentwertung und steigenden Lebenshaltungskosten. Eine schwere Krankheit folgt auf Platz zwei mit nurmehr 57%.1
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